Jahr: 2014 / Ort: Kreuzlingen, Schweiz / Kosten: 0.7 Mio. CHF/ Nutzung: Wohnen


















Eine alte Scheunel die an ein bestehendes Haus angebaut ist, wird zu einem Einfamilienhaus umgebaut. Zur Straße hin schließt sich die Fassade um die Lärmemissionen der Autos zu vermeiden, während sich das Haus zum Garten hin buchstäblich mit zwei großen Schiebetüren öffnet, die Innen und Außen verbinden. Das neue Volumen konnte die Parameter des bestehenden Daches, das wiederum erhalten blieb, nicht überschreiten. Das Programm für das neue Einfamilienhaus ist geschickt in die Räumlichkeiten der alten Scheune eingepasst worden. Das Erdgeschoss enthält ein großer offener Raum wo die Küche und das Wohnzimmer sich befinden und dient somit als sozialen Bereich des Hauses. Auf der oberen Ebene befinden sich hingegen die Schlafzimmer und die dazugehörigen Einrichtungen. Ein wichtiges Ziel war es, den alten Charakter des Stalles so weit wie möglich zu erhalten, um diesen Zweck zu erreichen, wurde der größte Teil der tragenden Holzkonstruktion sichtbar gehalten. Mehrere Ebenen werden geschnitten und ineinander geschoben, wodurch eine Gegenüberstellung zwischen den alten und den neu geschaffenen Räumen entsteht. Die rote Holzfassade bewahrt den ursprünglichen Charakter des alten Stalls und wertet das neugeborene Haus dagegen stolz mit ihrem dominanten Pigment auf. Zufälligerweise müssen in den Plänen die Elemente des Neubaus per Gesetz rot eingezeichnet werden. Die Region „Thurgau“ ist berühmt für die Apfelproduktion, die Farbe Rot spricht auch diese Besonderheit dieses schönen Teils der Schweiz an.